Quelle: cKare Productions

„Je suis à vous tout de suite“ sorgt für Diskussionsstoff – Lea und Marie im Streitgespräch

Nachdem wir den Film « Je suis à vous tout de suite“ gesehen haben, stellten wir fest, dass unsere Meinungen ziemlich gespalten sind. Daher haben Lea und ich ein Streitgespräch durchgeführt, das ihr hier lesen könnt:

Lea: Wie fandst du den Film, den wir gestern gesehen haben?
Marie: Ich fand ihn wirklich sehr gut. „Je suis à vous tout de suite“ ist sowohl lustig, als auch sehr tiefsinnig und traurig. Es war ein sehr umfangreicher Film mit vielen Themen.
Lea: Fandst du ihn wirklich tiefsinnig? Ich fand den Film überhaupt nicht tiefsinnig, im Gegenteil…ich fand den ziemlich platt, weil der Humor war so platt und direkt, er war überhaupt nicht fein, finde ich.
Marie: Ich muss dir da rechtgeben. Er war nicht richtig fein, sondern eher besonders. Es hat meiner Meinung nach nicht an allen Stellen reingepasst, aber ich finde trotzdem, dass der Film sehr tiefsinnig war. Die Tiefsinnigkeit kam vor allem an einigen Stellen sehr gut raus.
Lea: An welchen Stellen zum Beispiel?
Marie: Zum Beispiel in den Rückblicken, in denen Hanna noch ein Kind war und vergewaltigt wurde. Diese Szene wurde ja nicht lustig dargestellt, sondern sehr ernst.
Lea: Ja, das stimmt. Aber findest du nicht, dass es ein bisschen zu viele tiefsinnige Themen waren für die Art der Darstellung und auch für einen Film? Es gab ja zum Beispiel Migration, Vergewaltigung, familiäre Probleme,…
Marie: Ich muss dir da auch auf jeden Fall rechtgeben, dass sehr viele Themen in dem Film waren und man sicherlich auch drei oder vier Filme daraus machen könnte. Es ist schade, dass einige Themen dadurch nur so kurz angeschnitten wurden und eventuell etwas zu kurz gekommen sind. Allerdings ist das auch nicht anders möglich, wenn man nur einen Film dreht. Trotzdem finde ich, dass alle Themen sehr gut rübergebracht wurden und uns allen Denkanstöße gegeben wurden. Ich denke, der Regisseurin war es sehr wichtig, dass wir den Film mit zu uns nach Hause nehmen und noch weiter darüber nachdenken, oder darüber reden.

Quelle: cKare Productions

Quelle: cKare Productions

Lea: Und findest du nicht, dass ein bisschen zu viel Haut gezeigt wurde?
Marie: Etwas. Ich finde, solche Szenen gehören zu Filmen dazu, aber das Ziel des Films hätte auch ohne so viele intime Szenen erreicht werden können.
Lea: Mich hat die nackte Haut persönlich gar nicht gestört. Welcher Altersgruppe würdest du den Film empfehlen?
Marie: Ich denke, der Film ist sowohl für Jugendliche als auch für Erwachsene interessant. Ich würde ihnen daher Personen ab 12 Jahren empfehlen.
Lea: Ich finde, es ist eher ein Film für Jugendliche.
Marie: Ja, vor allem für Leute, die sich selbst in einer ähnlichen Situation befinden und sich gut mit einem der Themen identifizieren können.
Lea: Genau. Ich finde aber, wie du eben schon gesagt hast, man sollte dann wirklich noch über den Film sprechen. Wenn man das alles einfach so stehenlässt, ist das nicht genug. Dann ist es sehr klischeehaft. Wiederholung von Klischees finde ich ziemlich gefährlich, weil sie sich verfestigen könnten.
Marie: Ja, man sollte auf jeden Fall noch über den Film reden. Ich finde, das macht auch einen sehr guten Film aus, dass man über ihn redet und noch ganz lange über ihn nachdenkt.

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