12369000_10154100076696992_7055059639220770968_n

Die Blogger 2015

Marie Adloff

Marie Adloff
Ich bin 18 Jahre alt und komme aus Rostock. Zurzeit gehe ich in die 11. Klasse der ecolea – internationalen Schule Rostock. Neben meinem Abitur mache ich eine Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin und kann dadurch bald ein dreimonatiges Praktikum im Ausland absolvieren – hoffentlich in Frankreich!

2013/2014 habe ich am Austausch Voltaire teilgenommen und konnte so ein halbes Jahr ein Lycée in Besançon besuchen. In Frankreich habe ich viele Freunde gefunden und mein Interesse für die französische Sprache entwickelt. Seitdem lese ich sehr gerne Bücher und schaue mir Filme auf Französisch an.

Zurzeit ist mein französischer Lieblingsfilm Die Kinder des Monsieur Mathieu, da er für mich ein Film ist, der immer wieder glücklich macht.
Ein weiterer Film, den ich mir gerne ansehe ist Ziemlich beste Freunde, weil er besonders den typischen französischen Charme darstellt. In diesem Film spielt auch mein Lieblingsschauspieler Omar Sy mit. Ich sehe mir ebenfalls sehr gerne die Filme von Gérard Depardieu an, weil er ein sehr talentierter Schauspieler ist.

Was mir an französischen Filmen besonders gefällt ist die emotionale und tiefsinnige Art, die Thematik darzustellen. Außerdem mag ich den französischen Humor. Ich bin schon sehr gespannt auf die Filme, die ich in der Berliner Filmwoche sehen kann!

Malte Bossen

Malte Bossen
Meine 20 Lebensjahre habe ich in einem kleinen Dorf namens Leck in Nordfriesland, im hohen Norden Deutschlands, verbracht. Derzeit wohne ich in Berlin.

Nachdem ich das Abitur im Juni 2015 erfolgreich abgeschlossen habe, wollte ich für ein Jahr etwas anderes machen, bevor ich dann studiere. Somit kam ich zu einem freiwilligen ökologischen Jahr nach Berlin. Hier arbeite ich nun bei Blue21 in Kooperation mit Attac, einem globalisierungskritischen Netzwerk.

In der 10. Klasse nahm ich an dem Austauschprogramm Brigitte Sauzay nach Frankreich teil. Nach kurzer Eingewöhnung fühlte ich mich in Montgeron, einer Stadt südlich von Paris, sehr wohl. Während dieser Zeit lernte ich viele neue Dinge kennen und verbesserte zudem meine Französischkenntnisse.

2012 hatte ich erneut die Möglichkeit an einem 10-tägigen Austausch mit der Schule teilzunehmen. Dies konnte ich natürlich nicht ablehnen und so fuhr ich mit großer Begeisterung nach Feurs (Rhône-Alpes). Während dieser beiden Auslandsaufenthalte begann ich, meine Liebe zu Frankreich und allgemein zu anderen Kulturen herauszufinden.

Neben meiner Leidenschaft für andere Kulturen, interessiere ich mich auch sehr für Filme und Videos, weshalb ich in meiner Freizeit oft welche schaue. Dabei fasziniert mich besonders die Arbeit von Casey Neistat, einem US-Amerikanischen Filmregisseur und Filmproduzenten. Ich schätze die Vielfältigkeit und die große Möglichkeit sehr, seine Gedanken in dieser Form von Kunst auszudrücken. Es fasziniert mich zudem, wie ein Film produziert wird. Auch ich selbst versuche immer wieder kurze Videos zu erstellen, die jedoch noch sehr ausbaufähig sind.

Ich freue mich sehr an der französischen Filmwoche teilzunehmen und bin gespannt was mich erwartet.

Lea Frauenknecht

Lea Frauenknecht
Ich bin 18 Jahre alt und aus dem Wunsch, nach dem Abitur ein Jahr lang etwas komplett Anderes zu tun und aus meiner Liebe zum Meer heraus bin ich an die Kieler Förde gezogen, wo ich seit September ein Freiwilliges Soziales Jahr im Kulturbereich des Institut Français mache.

Neben einem ganz normalen Schüleraustausch nach Aix-les-Bains 2011 hatte ich letzten Winter die Möglichkeit, an einem deutsch-französischen Projekt in Mirande/Toulouse teilzunehmen, in dem in binationalen Arbeitsgruppen eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema “culture e(s)t pouvoir” stattfand.

Meine Begeisterung gilt alternativen Filmformaten, die Bild, Ton und Inhalt zu einem Gesamtkunstwerk vereinen, ohne dabei wie die Filme aus der Massenproduktion nur durch Reizüberflutung zu wirken. Ein Beispiel hierfür ist für mich ganz klassisch Die fabelhafte Welt der Amélie, ein Film, der die Außenwirkung des französischen Kinos durch sein Einfallsreichtum und seine Detailverliebtheit enorm geprägt hat. Ich erwarte von Filmen auch, dass sie nicht einfach als actiongeladenes Farbfeuer an mir vorbeiziehen oder mir Geschichten erzählen, die schon hundertmal auf die Leinwand projiziert wurden, sondern, dass sie mir zu Denken geben – und das auch noch nach dem Abspann.

Französisches Kino bedeutet für mich: long métrage im Spannungsfeld zwischen Lebensfreude und Melancholie mit einem gehörigen Ausband an Kreativität und einer Prise folie. Deutsches Kino hingegen ist für mich viel weniger greifbar: es ist genauso Tatort wie Geschichtsfilme oder eben Fuck ju Göthe. Für die Zukunft würde ich mir wünschen, dass das Feld der deutsch-französischen Koproduktionen in Film und Fernsehen noch weiter und bunter wird.

Lea Sauer

Lea Sauer
Ich bin 28 und habe schon ein Lehramtsstudium mit den Fächern Französisch, Deutsch und Kunst in Siegen abgeschlossen. Während des Studiums habe ich Erasmus auf Guadeloupe gemacht und eine Zeit lang in Paris als Journalistin gearbeitet. Und auch, wenn ich Lehrer sein mag – ich mag ungewöhnliche Geschichten einfach noch mehr. Deswegen studiere ich gerade am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig Kreatives Schreiben.

Genau wegen der Geschichten mag ich auch Filme so gerne. Insbesondere wenn diese ein wenig düster und melancholisch sind, wie z.B. die Filme von Michael Haneke, Paul Thomas Anderson oder Lars von Trier. Xavier Dolan mag ich auch sehr. Weil er einen unverkennbaren, eigenen kreativen Stil hat. Das mag ich – eigenen Stil.

Französisches Kino verbinde ich aus diesem Grund vor allem mit Klassikern wie La piscine von Jacques Deray oder Jules et Jim von François Truffaut. Das sind für mich Filme mit Stimmung und Ästhetik. Zugegeben, da bin ich konservativ. Heimlich wünsche ich mir wohl immer ein bisschen die guten alten Zeiten der Nouvelle Vague zurück. Das waren noch Filme mit künstlerischem Anspruch, da hatten die Regisseure noch Mut, was Neues auszuprobieren. Und heute? Da vermisse ich das manchmal, das kreative Wagnis. Auch im deutschen Kino. Obwohl – es gab ja jetzt Victoria von Sebastian Schipper. Großartig, mutig und völlig zurecht gehyped. Fände ich super, wenn mich der ein oder andere Film bei der Französischen Filmwoche nun genauso überraschen könnte. Ich bin jedenfalls sehr gespannt.

Lisa Chalvet

Lisa Chalvet
Ich bin 25 Jahre alt. Nach meinem deutsch-französischen Abschluss in europäischer Medienkommunikation und -kultur habe ich am Institut d’études politiques studiert und mich auf den internationalen Kulturaustausch spezialisiert. In diesem Sinne möchte ich zur Strahlkraft Frankreichs im Ausland beitragen.

Meine ersten Berührungspunkte mit Deutschland hatte ich im Collège, und im Laufe der Zeit wurde diese Verbindung immer intensiver: Schüleraustausch, Teilnahme am Brigitte-Sauzay-Programm des DFJW, Studium in Weimar, Praktika in Kiel und Berlin und viele tolle Begegnungen mit Menschen aus ganz Deutschland.

Ich hatte immer schon ein ausgeprägtes Interesse für den Film, deshalb habe ich mich auch aktiv an mehreren Festivals beteiligt. Ich liebe das Programmkino und begreife den Film als ein Kulturgut. Filmkunst setzt sich über Normen hinweg, zieht seine Nahrung aus den Reaktionen, die es hervorruft und ist ein Ort des Austauschs und der Gegenüberstellung von Standpunkten – das ist es, was diese Kunstform für mich so besonders macht. Auch viele deutsche Filme haben meine Kino-Leidenschaft geprägt, darunter: „Der Himmel über Berlin“ von Wim Wenders, „Liebe ist kälter als der Tod“ von Rainer Werner Fassbinder, „Auf der anderen Seite“ von Fatih Akin, „Der Baader-Meinhof Komplex“ von Andreas Dresen, „Clara“ von Helma Sanders Brahms oder „Hannah Arendt“ von Margarethe von Trotta.

Coline Crance

Coline Crance
Ich habe zunächst in der Vorbereitungsklasse für die Grande Ecole Literatur studiert und dann mein Uni-Studium fortgesetzt und an der Sorbonne einen Master für zeitgenössische Geschichte gemacht. Im Anschluss bin ich an die FEMIS (École nationale supérieure des métiers de l’image et du son) gegangen, wo ich dieses Jahr den Studiengang Verleih abgeschlossen habe. Momentan bin ich auf Jobsuche. Ich bin 26 Jahre alt.

Ich war schon häufiger in Deutschland, im Urlaub, im Austausch und bei Programmen des Deutsch-Französischen Jugendwerks.

Ich bin ein großer Filmfan, schon seit ich klein bin. Zu Beginn haben mich die Filmemacher der Nouvelle Vague geprägt, dann habe ich das Kino aus Osteuropa für mich entdeckt: Tarkowski, Kieslowski, Wajda, Svankmajer usw.

Auch deutsche Filmgrößen wie Fritz Lang und Friedrich Wilhelm Murnau haben mich fasziniert, ebenso wie Rainer Werner Fassbinder mit seiner freien Lebens- und Arbeitsphilosophie.

Aufgrund meiner Erfahrungen als Filmkritikerin und meiner Arbeit in diversen Verleih-Unternehmen kenne die französischen Filmemacher sehr gut und verfolge ihre Arbeiten mit großer Aufmerksamkeit. Die Französische Filmwoche ist für mich ein schöner Rahmen für den filmischen Austausch und für die Beobachtung der Unterschiede zwischen Deutschland und Frankreich in der Filmwahrnehmung und -rezeption.

Inès Kassubeck

Inès Kassubeck
Ich bin 23 Jahre alt und lebe seit fast einem Jahr in Berlin. Ich arbeite als Handels- und Marketingassistentin in einem Start-up, das als Kommunikationsdienstleister Unternehmen im Automobilvertrieb unterstützt.

Ich habe vor kurzem mein Studium wiederaufgegriffen und mache an der Universität Potsdam einen Master in Fremdsprachenlinguistik Deutsch als Fremdsprache / Sprache in Erwerb und Kommunikation.

Seit dem Alter von 16 Jahren war ich immer wieder in Deutschland, während der Schule und im Studium. So konnte ich mir im Laufe der Jahre umfangreiche Kenntnisse der deutschen Kultur und Sprache aneignen.

Nach Abschluss meiner licence in deutscher Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaft (LLCE) habe ich beschlossen, nach Berlin zu ziehen. Hier habe ich meine journalistischen Aktivitäten entwickelt: Teilnahme an der Ausgabe 2015 der Berlinale (Panorama-Sektion) als Journalistin für das Online-Magazin für afro-karibische Kultur, Black Movies Entertainment, und als Mitarbeiterin für die deutsch-französische Radiosendung Muckefunk.

Mein Zugang zum Film war ziemlich ungewöhnlich. Ich habe meine Filmleidenschaft im Deutschunterricht auf dem Gymnasium entdeckt, als wir die deutsche Filmgeschichte von 1920-1930 durchgenommen haben. Fritz Lang, Josef von Sternberg oder Friedrich Wilhelm Murnau haben mir ein anderes Gesicht des Films gezeigt: wie man mit Bildern Geschichten erzählt. Ich könnte nicht sagen, dass ich einen Lieblingsregisseur habe. Während meines Praktikums in der Maison du film Court in Paris habe ich ebenso selbst produzierte Filme wie Blockbuster schätzen gelernt.

Pauline Robert

Pauline Robert
Ich bin 26 Jahre alt und habe von der Schule an einen deutsch-französischen Ausbildungsweg eingeschlagen – zweisprachiger Schulzweig mit doppelter Hochschulreife ABIBAC, Sprachstudium an der Universität Straßburg und schließlich einen MBA, dieses Mal allerdings in englischer Sprache. Seit 2013 arbeite ich als Redakteurin und freie Übersetzerin für die unterschiedlichsten Medien. Außerdem habe ich einen Film-Blog, Perle ou Navet, der bald sein dreijähriges Bestehen feiert. Ich hatte schon immer großes Interesse für den Film. Aufgewachsen bin ich mit Romy Schneider, Louis De Funès und Meryl Streep. Ich mag die grandiosen Dialoge von Tarantino, das leichtfüßige Kino von Remi Bezançon, das eindringliche Spiel von Charakterdarstellerinnen wie Kate Winslet oder Nina Hoss, die Moralgeschichten von Woody Allen und die ganze filmische Laufbahn von DiCaprio. Diese Leidenschaft stand oft in Verbindung mit Deutschland. Ich bin fast jedes Jahr auf der Berlinale, habe als Praktikantin im Museum für Film und Fernsehen gearbeitet, und bei der 65. Berlinale im Februar 2015 hatte ich das Glück, Mitglied der deutsch-französischen Jury des Preises Dialogue en Perspective zu sein.

Mit meiner Filmleidenschaft und meiner Verbundenheit zur deutschen Sprache möchte ich mich dafür stark machen, dass beide Filmkulturen noch stärker miteinander verknüpft werden und dass die aktuellen Filme noch häufiger den Rhein überqueren. Ich möchte den Franzosen zeigen, dass das deutsche Kino von heute jung und kreativ ist und auch viele andere Themen behandelt als die Geschichte der DDR oder den Holocaust.

Share with your friends









Submit